Autor-Archive: Thomas Jung

Mittwochsmusik am 1. Juni

Die letzte Mittwochsmusik vor der Sommerpause findet am 1. Juni statt – diesmal mit Gästen: Bei uns sein wird Katja Beisch mit drei Schülerinnen.

Katja Beisch ist Blockflötistin und Oboistin, sowie Spezialistin für Alte Musik. Sie hat mit rennomierten Ensembles und Solist/Innen zusammengearbeitet, sowie für die großen Rundfunkanstalten (WDR, SWR, DLF, HR) aufgenommen. Daneben hat sie einen Lehrauftrag für Blockflöte an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Bislang liegen drei CD-Produktionen von ihr vor.

Parallel wirkt Frau Beisch als Lehrerin für Jugendliche und Erwachsene, und mit drei ihrer Schülerinnen bietet sie am 1. Juni ein Programm mit englischer und deutscher Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.

Im einzelnen könnt Ihr/können Sie sich auf folgendes Programm freuen:

  • Anonymus: An Italian Ground für 4 Blockflöten
  • Georg Philipp Telemann: aus der Heldenmusik “Die Tapferkeit”, “Die Anmut” und “Die Freude” für Sopranblockflöte und B. c.
  • Georg Philipp Telemann: Cantabile und Allegro aus der Sonate C-Dur für Altblockflöte und B. c.
  • John Baston: Concerto D-Dur Siciliana-Allegro für Sopranblockflöte und KlavierBegleitung
  • Georg Philip Telemann: Konzert F-Dur Adagio-Allegro-Grave-Allegro für 4 Altblockflöten

Der Eintritt zur Musik ist, wie immer, frei. Die Kollekte am Ausgang geht diesmal an die Ausführenden.

Herzliche Einladung in die Kreuzkirche, Kronenweg 67, für den 1. Juni 2022 um 19:00 Uhr!

 

Mittwochsmusik am 4. Mai

Die nächste Mittwochsmusik gibt’s am

4. Mai 2022, wie immer um 19:00 Uhr in der Kreuzkirche.

Diesmal wird’s eine Stunde mit Klaviermusik: Auf dem Programm stehen zwei Sonaten von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und Ludwig van Beethoven (1770-1827).

Zu Beginn steht Mozarts Sonate in a-moll, KV 310, die er 1778 in Paris geschrieben hat, unter traurigen Umständen. Den Schluss bildet Beethovens Sonate in Fis-Dur, op. 78, ein Werk seiner mittleren Schaffenszeit, und Therese von Brunsvik gewidmet.

Aber die zugehörigen Geschichten gibt’s am Mittwoch dazu.

Eintritt ist, wie immer frei, das Körbchen am Ausgang geht, auch wie immer, in den Kirchenmusiketat der Gemeinde.

Am Klavier: Thomas Jung

Mittwochsmusik am 2. März 2022 – zwei Mal e-moll

Die kommende Mittwochsmusik fällt auf den Aschermittwoch.

Gleichzeitig liegt der 2. März zwischen den Geburtstagen von zwei Großen der Musikgeschichte. Am 23. Februar wurde Georg Friedrich Händel geboren, am 21. März Johann Sebastian Bach, beide im Jahr 1685. Sie wären heute 337 Jahre jung, im Abstand von etwa dreieinhalb Wochen.

Persönlich getroffen haben sich die beiden nie. Händels Lebenslauf hatte ihn zunächst nach Italien, später nach London geführt. Bach blieb ein Leben lang in Mitteldeutschland, vor allem in Weimar, Köthen und Leipzig. Zumindest in unserer Mittwochsmusik treffen sie sich “im Geiste”.

Nun hat Händel zwar Orgelkonzerte geschrieben, 16 davon insgeamt. Die jedoch verlangen eine Ensemblebegleitung. Große solistische Orgelmusik gibt es aus seiner Feder nicht.

Allerdings Klaviermusik: 1720 hatte Händel in London einen Band mit acht Klaviersuiten herausgegeben. Aus dieser Sammlung erklingt die vierte in e-moll. Eine Suite, eigentlich eine Folge (frz.suivre→folgen) von Tanzsätzen, wird für Händel auch zum Medium größerer Konzertmusiken. Die Form behandelt er mit Individualität und Fantasie, jede Suite ist anders, immer wieder neu gebaut. Die vierte beginnt mit einer ausgedehnten Fuge im italienischen Konzertstil. Daran schließen sich eine Allemande, eine Courante, eine Sarabande und eine abschliessende Gigue.

In der zweiten Hälfte ist Johann Sebastian Bach gewidmet. Hier erklingen Präludium und Fuge, BWV 548, ebenfalls in e-moll.

Seit dem späten 19. Jahrhundert gilt BWV 548 als die „Orgelsymphonie“ Bachs. Es ist eine reife Arbeit, aus Bachs Leipziger Zeit. Das Präludium ist ein groß angelegter Konzertsatz mit drei Themen. Die Fuge, mit ihren charakterischen „gespaltenen“ Thema, ist die einzige im Oevre Bachs, bei der der Eingangsteil wörtlich wiederkehrt. Die entstehende A-B-A-Form verleiht dem Stück eine zwingende formale Geschlossenheit.

Der virtuose Concertato-Teil, der die Mittelpartien beherrscht, machen BWV 548 zu einem der spieltechnisch anspruchsvollsten Werke, die Bach für die Orgel geschrieben hat.

Händel und Bach, in der Abendmusik am 2. März 2022 in der Kreuzkirche. Klavier und Orgel: Thomas Jung, wie immer um 19:00 Uhr, wie immer mit freiem Eintritt, wie immer mit dem Ausgangskörbchen zugunsten der Kirchenmusik in der Gemeinde.

Mittwochsmusik am 2. Februar

2. Februar, 19:00 Uhr, in der Kreuzkirche: Die erste Mittwochmusik in diesem Jahr!

Diesmal steht sie im Zeichen eines heute Unbekannten: Gustav Merkel. Geboren 1827, gestorben 1885, Komponist, Organist, Musikpädagoge.

Merkel hatte sein Leben nahezu vollständig in Ostdeutschland verbracht, viele Jahre in Dresden. Dort war er zunächst Organist der Waisenhauskirche, später an der Kreuzkirche, noch später Hoforganist der katholischen Hofkirche.

Kreuzkirche, Dresden (um 1900) Quelle: deutsche Wikipedia

Merkel hat ein umfangreiches Orgelwerk hinterlassen. Seine kleineren Arbeiten liegen bis heute in Sammeleditionen vor. Im Zentrum stehen allerdings neun große Orgelsonaten. Im 19. Jahrhundert waren sie vielgespielte Werke des allgemeinen Repertoires. Heute ist die erste Sonate in d-moll möglichweise am bekanntesten – nicht zuletzt aufgrund der exotischen Besetzung ihrer Erstfassung für zwei Organist/Innen an einem Instrument.

In der Februarmusik soll Merkels zweite Sonate, op. 42, erklingen. Sie steht in g-moll, umfasst vier Sätze. Die formale Struktur der Sonatenform spielt eine untergeordnete Rolle – wenn überhaupt. Der erste Satz bietet einen Rahmensatz (Maestoso), der die zunehmend virtuosere Entfaltung eines aufsteigendes Themas (Piu mosso) umrahmt, durchaus im Sinne der romantischen Konzertvirtuosität, die selbst eine Kadenz einschließt.

Der zweite, langsame Satz ist in dichter Vier- und Fünfstimmigkeit gearbeitet, für zwei Manuale mit  ähnlichen Klangfarben, orchestral fast, ein Ensemble, auf die Orgel übertragen.

Merkel war ausgewiesener Kontrapunktiker. Beide Sätze leben auch von polyphonem Denken, und der letzte Satz führt die Entwicklung zu Ende: Nach einer Introduktion, die, ähnlich wie in Beethovens 9. Symphonie alle Motive der vorherigen Sätze komprimiert andeutet, folgte eine Doppelfuge. Deren erstes Thema könnte in einer strengen Chorfuge der Musica Antiqua stehen. Merkel führt es in fünf Stimmen durch.

Das zweite Thema bildet einen beinahe tänzerischen Kontrast, wirkt wie ein Motor, der den Satz in ein akkordisches Finale und eine polyphone Stretta vorantreibt.

Vielleicht lassen sich, zumindest die beiden ersten Sonaten Merkels verstehen als Versuch einer Synthese der Polyphonie Bachs und der romantisch-virtuosen Konzertliteratur. So entsteht imposante, zupackende Orgelmusik, die mit den riesigen Orgelwerks Regers und den völlig anderen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts in den Schatten gerutscht ist. Heute ist sie weitgehend vergessen. Sehr zu Unrecht.

Mittwochsmusik

2. Februar 2022, 19:00 Uhr, Kreuzkirche, Kronenweg 67, Wesseling

Gustav Merkel (1827-1885): 2. Orgelsonate in g-moll, op. 42

(Maestoso-Piu moto-Maestoso, Adagio, Introduktion und Fuge)

Orgel: Thomas Jung

(Bild: Gustav Merkel, Portraitfotographie. Quelle: deutsche Wikipedia)

Weihnachtsmusiken ohne Chor. Aber!…

Trotz Corona: Die Weihnachtsmusiken finden statt!

24. Dezember:

Am Heiligen Abend wird Andreas Cantow bei uns sein. Zuerst um 17:30 h. in der Kreuzkirche, dann nachts in der Apostelkirche.

Er singt ein verteiltes Programm von Bachliedern, Ausschnitten aus der Weihnachtsoratorium und der h-moll-Messe.

25. Dezember:

Die große Weihnachtsmusik gibt’s am 25.12. im zentralen Gottesdienst in der Kreuzkirche:Es erklingt das Klavierkonzert Nr. 12 in A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist das mittlere Konzert aus der Werkgruppe KV 413 bis 415. Mozart schrieb die drei Konzerte in F-Dur, A-Dur und C-Dur im Herbst des Jahres 1782, alle drei für den Konzertbedarf in Wien.

Das A-Dur-Konzert hat drei Sätze: Allegro – Andante – Rondeau (Allegretto). Nadja Bulatovic wird den Solopart spielen, ich übernehme mit der Orgel das Orchester.

Ylanite Koppens: Collage (Danke für’s kostenfreie Bereitstellen)

28. Dezember:

Auch die Kerzenscheinmusik findet statt, in diesem Jahr am 28.12. um 17:00 h.Es gibt weihnachtliche Solo- und Kammermusik, mit Christine und Lorenz von Foerster und mit mir.

Ihnen und Euch allen ruhige und schöne Weihnachtsfeiertage!

Thomas Jung

Gabriel Fauré (1845-1924): Requiem

Ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Gemeinden Brühl und Wesseling

-> Am 20. November um 18:00 Uhr in  der Christuskirche in Brühl

-> Am 21. November um 18:00 Uhr in  der Kreuzkirche in Wesseling

Gabriel Fauré, gebürtiger Südfranzose, kam bereits als Kind in die französische Hauptstadt. Dort wurde er mit neun Jahren an der Schule für Kirchenmusik von Louis Niedermayer aufgenommen. Später studierte er bei Camille Saint-Saens, woraus eine lebenslange Freundschaft erwuchs.

Gabriel Fauré

Gabriel Fauré, Ölporträt von John Singer Sargent, um 1889 (Quelle: Wikipedia)

Bereits in frühen Jahren wirkte Fauré als Organist. Nach verschiedenen Stellen erhielt er 1897 die Position des Titularorganisten in St. Madeleine. Im selben Jahr übernahm er eine Professur für Komposition am Conservatoire, und nach 1903 schrieb er zudem regelmäßig für die Pariser Tageszeitung „Le Figaro“.

Der Schwerpunkt seines kompositorischen Ouevres ist sicherlich die Kammermusik, aber auch zwei Opern. Die zweite, Penelopé, wurde 1913 mit großem Erfolg gegeben.

Das Requiem ist Faurés einziger großer Beitrag zur Kirchenmusik. Er schrieb es 1887, zwischen dem Tod seiner Eltern (1885/1887). 1900 wurde eine zweite, größer orchestrierte Version des Werkes uraufgeführt.

Faurés Requiem setzt sich bewusst vom „Theaterdonner“ der Berlioz‘schen Riesenversion ab. Im Gegensatz zu den Monumentalbesetzungen von Berlioz und Verdi schreibt Fauré eine kammermusikalische, beinahe pastellfarbene Musik, in der der Tod als etwas Heimisches, Willkommenes erscheint.

Dass das „Dies irae“, die Sequenz also, die die Höllenvisionen des jüngsten Tages beschreibt, in Faurés Werk nahezu völlig entfällt, unterstreicht den friedvollen Grundduktus des Werkes.

In den letzten Jahrzehnten seines Lebens hatte Fauré zumenhmend mit Gehörproblemen zu tun. 1924 verstarb er 79-jährig in Paris. Anlässlich seiner Trauerfeierlichkeiten erklang sein eigenes Requiem.

In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Evangelischen Kirchengemeinde in Brühl erklingt Faurés Requiem am 20. November um 18:00 Uhr in der Christuskirche/Brühl und am 21. November, ebenfalls um 18:00 Uhr in der Kreuzkirche/Wesseling.

Ausführende sind die Kantoreien beider Gemeinden und Daniela Bosenius, Sopran. Orgel: Thomas Jung, Leitung: Marion Köhler.

Bach und Rheinberger: Die Mittwochsmusik am 3. November 2021

Mittwochsmusik am 3. November in der Kreuzkirche, 19:00 Uhr.

Am 25. November jährt sich der Todestag Josef Rheinbergers zum 120. Mal. Die Mittwochsmusiken am Jahresende sind in besonderem Maße seinem Orgelsonaten-Schaffen gewidmet.

Rheinberger, der 1839 im lichtensteinischen Vaduz zur Welt kam, hinterließ insgesamt 20 Orgelsonaten. In der zurückliegenden Oktobermusik erklang die in d-moll, op. 147 aus seiner mittleren Schaffensperiode.

Am Beginn der Mittwochsmusik am 3. November sollen Präludium und Fuge in h-moll, BWV 544 von Johann Sebastian Bach stehen und mit Rheinbergers später Orgelsonate in H-Dur, op. 181 schließen.

Bachs h-moll-Werk gehört in die Reihe der großen Leipziger Orgelwerke. Die Arabesken des Präludiums entwickeln sich zu einem breit dahinströmenden Concertosatz. Dessen Seitensätze gestaltet Bach als Fugati. Dem Präludium schließt sich eine Fuge über einem unscheinbaren, beinahe profillosen Thema an. Gegen Ende führt Bach ein zweites Motiv ein, dass das Hauptthema bis zu Ende des Stücks in zum Teil dichter Polyphonie begleitet.

Josef und Fanny Rheinberger, München, 1869

Im Gegensatz zu Bachs h-moll-Werk wird Rheinbergers H-Dur-Sonate aus dem Jahr 1894 nur selten gespielt. Er selbst nannte sie „Fantasie-Sonate“, was mit dem freien Umgang der Sonatenform zu tun haben wird.

Das Werk hat insgesamt drei, je nach Zählung, vier Sätze. Der Kopfsatz folgt der Sonatensatzform, mit einem eingebetten Mittelsatz. Es folgt ein Variationensatz, der sich, wie ich immer wieder finde, in den Mittelpartien dem Geist Schuberts nähert.

Die Introduktion leitet über in die Schlussfuge, die wieder Material aus dem ersten Satz aufnimmt und sich zu einer Schluss-Apotheose steigert.
Zwei Programmpunkte, zwei Tonarten, h-moll und H-Dur, aber die reine Spielzeit wird um die 45 Minuten liegen. Mit der Einführung wird diese Mittwochsmusik eine knappe Stunde dauern.

Eintritt ist wie immer frei, und die Kollekte am Ausgang kommt, wie alle Mittwochskonzert-Kollekten in diesem Jahr, einmal mehr der Fluthilfe zugute.

Mittwoch, 3. November in der Kreuzkirche, Beginn ist 19:00 Uhr.

Orgel und Moderation: Thomas Jung

 

Bildquellen: deutsche Wikipedia

Mittwochsmusiken und Konzerte

Dieser Artikel wurde aktualisiert. Bitte nach unten scrollen.

Corona erschwert nach wie vor vieles. Über den – zugegeben – traurigen Stand der Kirchenmusik und unsere derzeitigen Möglichkeiten habe ich hier etwas berichtet.

Die Konzerte und Mittwochsmusiken finden aufgrund der neuen Coronaschutzverordnug vom 30.10.2020 nicht statt.

Die Oktobermusik hat mit einem César-Franck-Programm begonnen, zu dem Anita Brandstätter freundlicherweise etwas geschrieben hat – Danke von hier aus! 🙂

Der Artikel lohnt sich zu lesen.

Ein letzter Ausblick von hier aus: Wir hoffen, dass das Konzert zur Mittwochsmusik am 2. Dezember stattfinden kann.  Es wird Kreiskantor Thomas Pehlken um 19:00 Uhr zu Gast sein.

Bleiben Sie gesund – und trotz der Pandemie: Nicht alles fällt aus!

Herzliche Grüße!

Thomas Jung

 

UPDATE

Kurz nachdem ich obige Zeilen geschrieben hatte, geisterten die ersten Ankündigungen des November-Lockdown durch die Medien.

Mittlerweile sind wir mitten drin. Die angekündigte Mittwochsmusik mit den Kindern des Musikschule Emotio musste ich bereits absagen. Ebenso werden alle geplanten Konzerte ausfallen müssen.

Für die Chöre ist die Botschaft eindeutig: Kompletter Stop bis Dezember.

Nachdem die Landesregierung in der ersten Novemberwoche das Verbot für den Musikunterricht wieder zurückgenommen hatte, hat das Presbyterium auch bei uns den instrumentalen Einzelunterricht unter Beachtung der gültigen Corona-Schutz-VO ab dem 9. November 2020 bis auf Weiteres wieder freigegeben.

Für die Gottesdienste gelten aktualisierte Sicherheitsrichtlinien, die sich  auch auf das Musizieren auswirken. Das Singen der Choräle im Ensemble, das wir in den letzten Wochen hatten, wird einstweilig entfallen müssen. Musik ist möglich in instrumentalen Kleinstbesetzungen, sowie in solistischer Form. Außerdem sind Online-Formate in Vorbereitung.

Wie oben geschrieben: Nicht alles fällt aus. Aber die Spielräume sind zur Zeit begrenzt.

 

 

Schwerpunkt Joh. Seb. Bach: “Auferstanden” – Ostergottesdienst in der Apostelkirche

Der Ostergottesdienst mit der Hauptmusik am 12. April 2020 um 9:30 h. hätte unter normalen Umständen in der Kreuzkirche stattgefunden.

In diesem Jahr bieten wir ihn als Life-Mitschnitt vom 11. April aus der Apostelkirche. Schwerpunkt: Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in Es-Dur für Orgel, BWV 552.

Liturgie und Predigt hält Pfarrer Gerd Veit, an der Orgel Thomas Jung.

Ihnen und Euch allen:

Frohe Ostern und Gesundheit!

🙂

Auferstanden – Konzertanter OSTER-Orgel-Gottesdienst am 12. April

Zum Ostersonntag ein Gottesdienst mit großer Orgelmusik zum Osterfest.
Aufgrund von Corona wird der Gottesdienst am
12. April 2020 um 9:30 h.
aus der Apostelkirche als Stream übertragen.
 
Sie können ihn auf dieser Seite verfolgen oder später abrufen.
 
Die Hauptmusik:
 

BWV 552 im Erstdruck. Quelle: Wikipedia

Johann Sebastian Bach (1685-1750):
Bach hatte das Werk 1739 innerhalb des von ihm so genannten “3. Teils der Klavierübung” in Druck gegeben.
 
Die beiden groß angelegten, ausladenden, fünfstimmigen Musiken (die Fuge ist einzige Tripelfuge im Bach’schen Orgel-Oeuvre) werden die Liturgie einrahmen und bilden, inhaltlich wie zeitlich, einen Schwerpunkt des Gottesdienstes.
 
 
Das  Choralvorspiel zu “Christ ist erstanden” ist ebenfalls von Joh. Seb. Bach (aus BWV 627).
Des Weiteren erklingen traditionelle Osterchoräle aus dem Evangelischen Gesangbuch zum Mitsingen.
 
Liturgie und Predigt wird Pfarrer Gerd Veit halten.
An der Orgel: Thomas Jung

Der neue Podcast: Wie krieg’ ich den? Oder: Was ist RSS?

Seit heute Nacht ist die Pilotfolge des Podcast-Formats “eingestimmt” Online. Über diese Gemeindehomepage ist sie erreichbar. Allerdings ist es auf Dauer recht unbequem, jedes Mal die Gemeindehomepage aufzurufen, um einen 3-Minuten-Tagesimpuls zu hören.

Für eine Gemeindewebsite ungewöhnlich, aber ich möchte deshalb kurz einen komfortablen Weg teilen, wie man automatisiert und sehr einfach die werktäglich erscheinenden Episoden erhalten kann, wenn man das möchte.

Das Ganze nennt sich “RSS”. Dieses Kürzel steht für “Rich Site Summary”. Die Technik stellt einen Kanal zur Verfügung, über den Informationsblöcke zu einer gewünschten Website geladen werden. Interessierte finden Details in der Wikipedia; hier reicht der Hinweis, dass der Podcast “eingestimmt” mit einem solchen Kanal ausgestattet ist.

Ein RSS-Kanal wird über eine Internetadresse angesprochen. In unserem Fall heißt die:

https://urpljr.podcaster.de/eingestimmt.rss

(RSS-Adresse des “eingestimmt”-Podcasts)

Soweit, so gut. Und nun?

Für Windows und MS-Office:

Diejenigen unter Ihnen, die Microsofts Office-Paket unter Windows nutzen, haben wahrscheinlich MS-Outlook installiert. Damit haben Sie zugleich einen RSS-Reader in ihren heimischen Bordmitteln. Diese Funktion ist genauso komfortabel wie sie, leider, allgemein auch unbekannt ist.

Darum habe ich ein kurzes Tutorial-Video gemacht: In knapp drei Minuten zeige ich dort, wie Sie Ihrem Outlook erklären, dass es den Podcast “eingestimmt” automatisch abfragt. Sie bekommen die Links zu den Episoden dann quasi mit ihrer Mail auf Ihren heimischen Rechner.

Wie erreiche ich den “eingestimmt”-Podcast über MS-Outlook? Eine Mini-Anleitung in 3 Minuten. (Für die aktuelle Office-Version.)

Für Apples Mac-OS und iOS:

Wie im Video erwähnt: Die Mac-Version von Outlook unterstützt RSS nicht. Im Moment zumindest nicht (II/2020), vielleicht ändert sich das gelegentlich. Es gibt aber eine Reihe von alternativen RSS-Readern.

NetNewsWire, von Brent Simmons

Eine sehr schöne Software (finde ich…) für die Apple-Plattform hat Brent Simmons geschrieben. Der schnelle, schlanke und einfach zu bedienende RSS-Reader heißt “NetNewsWire” und ist kostenfrei hier erhältlich. Die aktuelle Version ist 5.0.3.

Wer mag, kann Brent einen freiwilligen Obulus überweisen. Aber wie gesagt: Er stellt das Programm umsonst zur Verfügung. Die Software ist stabil, flott, ich benutze sie selbst, kann sie nur weiter empfehlen.

Noch einmal: Hier sind Windows-Nutzer “außen vor”. NetNewsWire läuft nur auf den Apple-Systemen.