Autor-Archive: Thomas Jung

Weihnachtsmusiken ohne Chor. Aber!…

Trotz Corona: Die Weihnachtsmusiken finden statt!

24. Dezember:

Am Heiligen Abend wird Andreas Cantow bei uns sein. Zuerst um 17:30 h. in der Kreuzkirche, dann nachts in der Apostelkirche.

Er singt ein verteiltes Programm von Bachliedern, Ausschnitten aus der Weihnachtsoratorium und der h-moll-Messe.

25. Dezember:

Die große Weihnachtsmusik gibt’s am 25.12. im zentralen Gottesdienst in der Kreuzkirche:Es erklingt das Klavierkonzert Nr. 12 in A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist das mittlere Konzert aus der Werkgruppe KV 413 bis 415. Mozart schrieb die drei Konzerte in F-Dur, A-Dur und C-Dur im Herbst des Jahres 1782, alle drei für den Konzertbedarf in Wien.

Das A-Dur-Konzert hat drei Sätze: Allegro – Andante – Rondeau (Allegretto). Nadja Bulatovic wird den Solopart spielen, ich übernehme mit der Orgel das Orchester.

Ylanite Koppens: Collage (Danke für’s kostenfreie Bereitstellen)

28. Dezember:

Auch die Kerzenscheinmusik findet statt, in diesem Jahr am 28.12. um 17:00 h.Es gibt weihnachtliche Solo- und Kammermusik, mit Christine und Lorenz von Foerster und mit mir.

Ihnen und Euch allen ruhige und schöne Weihnachtsfeiertage!

Thomas Jung

Gabriel Fauré (1845-1924): Requiem

Ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Gemeinden Brühl und Wesseling

-> Am 20. November um 18:00 Uhr in  der Christuskirche in Brühl

-> Am 21. November um 18:00 Uhr in  der Kreuzkirche in Wesseling

Gabriel Fauré, gebürtiger Südfranzose, kam bereits als Kind in die französische Hauptstadt. Dort wurde er mit neun Jahren an der Schule für Kirchenmusik von Louis Niedermayer aufgenommen. Später studierte er bei Camille Saint-Saens, woraus eine lebenslange Freundschaft erwuchs.

Gabriel Fauré

Gabriel Fauré, Ölporträt von John Singer Sargent, um 1889 (Quelle: Wikipedia)

Bereits in frühen Jahren wirkte Fauré als Organist. Nach verschiedenen Stellen erhielt er 1897 die Position des Titularorganisten in St. Madeleine. Im selben Jahr übernahm er eine Professur für Komposition am Conservatoire, und nach 1903 schrieb er zudem regelmäßig für die Pariser Tageszeitung „Le Figaro“.

Der Schwerpunkt seines kompositorischen Ouevres ist sicherlich die Kammermusik, aber auch zwei Opern. Die zweite, Penelopé, wurde 1913 mit großem Erfolg gegeben.

Das Requiem ist Faurés einziger großer Beitrag zur Kirchenmusik. Er schrieb es 1887, zwischen dem Tod seiner Eltern (1885/1887). 1900 wurde eine zweite, größer orchestrierte Version des Werkes uraufgeführt.

Faurés Requiem setzt sich bewusst vom „Theaterdonner“ der Berlioz‘schen Riesenversion ab. Im Gegensatz zu den Monumentalbesetzungen von Berlioz und Verdi schreibt Fauré eine kammermusikalische, beinahe pastellfarbene Musik, in der der Tod als etwas Heimisches, Willkommenes erscheint.

Dass das „Dies irae“, die Sequenz also, die die Höllenvisionen des jüngsten Tages beschreibt, in Faurés Werk nahezu völlig entfällt, unterstreicht den friedvollen Grundduktus des Werkes.

In den letzten Jahrzehnten seines Lebens hatte Fauré zumenhmend mit Gehörproblemen zu tun. 1924 verstarb er 79-jährig in Paris. Anlässlich seiner Trauerfeierlichkeiten erklang sein eigenes Requiem.

In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Evangelischen Kirchengemeinde in Brühl erklingt Faurés Requiem am 20. November um 18:00 Uhr in der Christuskirche/Brühl und am 21. November, ebenfalls um 18:00 Uhr in der Kreuzkirche/Wesseling.

Ausführende sind die Kantoreien beider Gemeinden und Daniela Bosenius, Sopran. Orgel: Thomas Jung, Leitung: Marion Köhler.

Bach und Rheinberger: Die Mittwochsmusik am 3. November 2021

Mittwochsmusik am 3. November in der Kreuzkirche, 19:00 Uhr.

Am 25. November jährt sich der Todestag Josef Rheinbergers zum 120. Mal. Die Mittwochsmusiken am Jahresende sind in besonderem Maße seinem Orgelsonaten-Schaffen gewidmet.

Rheinberger, der 1839 im lichtensteinischen Vaduz zur Welt kam, hinterließ insgesamt 20 Orgelsonaten. In der zurückliegenden Oktobermusik erklang die in d-moll, op. 147 aus seiner mittleren Schaffensperiode.

Am Beginn der Mittwochsmusik am 3. November sollen Präludium und Fuge in h-moll, BWV 544 von Johann Sebastian Bach stehen und mit Rheinbergers später Orgelsonate in H-Dur, op. 181 schließen.

Bachs h-moll-Werk gehört in die Reihe der großen Leipziger Orgelwerke. Die Arabesken des Präludiums entwickeln sich zu einem breit dahinströmenden Concertosatz. Dessen Seitensätze gestaltet Bach als Fugati. Dem Präludium schließt sich eine Fuge über einem unscheinbaren, beinahe profillosen Thema an. Gegen Ende führt Bach ein zweites Motiv ein, dass das Hauptthema bis zu Ende des Stücks in zum Teil dichter Polyphonie begleitet.

Josef und Fanny Rheinberger, München, 1869

Im Gegensatz zu Bachs h-moll-Werk wird Rheinbergers H-Dur-Sonate aus dem Jahr 1894 nur selten gespielt. Er selbst nannte sie „Fantasie-Sonate“, was mit dem freien Umgang der Sonatenform zu tun haben wird.

Das Werk hat insgesamt drei, je nach Zählung, vier Sätze. Der Kopfsatz folgt der Sonatensatzform, mit einem eingebetten Mittelsatz. Es folgt ein Variationensatz, der sich, wie ich immer wieder finde, in den Mittelpartien dem Geist Schuberts nähert.

Die Introduktion leitet über in die Schlussfuge, die wieder Material aus dem ersten Satz aufnimmt und sich zu einer Schluss-Apotheose steigert.
Zwei Programmpunkte, zwei Tonarten, h-moll und H-Dur, aber die reine Spielzeit wird um die 45 Minuten liegen. Mit der Einführung wird diese Mittwochsmusik eine knappe Stunde dauern.

Eintritt ist wie immer frei, und die Kollekte am Ausgang kommt, wie alle Mittwochskonzert-Kollekten in diesem Jahr, einmal mehr der Fluthilfe zugute.

Mittwoch, 3. November in der Kreuzkirche, Beginn ist 19:00 Uhr.

Orgel und Moderation: Thomas Jung

 

Bildquellen: deutsche Wikipedia

Mittwochsmusiken und Konzerte

Dieser Artikel wurde aktualisiert. Bitte nach unten scrollen.

Corona erschwert nach wie vor vieles. Über den – zugegeben – traurigen Stand der Kirchenmusik und unsere derzeitigen Möglichkeiten habe ich hier etwas berichtet.

Die Konzerte und Mittwochsmusiken finden aufgrund der neuen Coronaschutzverordnug vom 30.10.2020 nicht statt.

Die Oktobermusik hat mit einem César-Franck-Programm begonnen, zu dem Anita Brandstätter freundlicherweise etwas geschrieben hat – Danke von hier aus! 🙂

Der Artikel lohnt sich zu lesen.

Ein letzter Ausblick von hier aus: Wir hoffen, dass das Konzert zur Mittwochsmusik am 2. Dezember stattfinden kann.  Es wird Kreiskantor Thomas Pehlken um 19:00 Uhr zu Gast sein.

Bleiben Sie gesund – und trotz der Pandemie: Nicht alles fällt aus!

Herzliche Grüße!

Thomas Jung

 

UPDATE

Kurz nachdem ich obige Zeilen geschrieben hatte, geisterten die ersten Ankündigungen des November-Lockdown durch die Medien.

Mittlerweile sind wir mitten drin. Die angekündigte Mittwochsmusik mit den Kindern des Musikschule Emotio musste ich bereits absagen. Ebenso werden alle geplanten Konzerte ausfallen müssen.

Für die Chöre ist die Botschaft eindeutig: Kompletter Stop bis Dezember.

Nachdem die Landesregierung in der ersten Novemberwoche das Verbot für den Musikunterricht wieder zurückgenommen hatte, hat das Presbyterium auch bei uns den instrumentalen Einzelunterricht unter Beachtung der gültigen Corona-Schutz-VO ab dem 9. November 2020 bis auf Weiteres wieder freigegeben.

Für die Gottesdienste gelten aktualisierte Sicherheitsrichtlinien, die sich  auch auf das Musizieren auswirken. Das Singen der Choräle im Ensemble, das wir in den letzten Wochen hatten, wird einstweilig entfallen müssen. Musik ist möglich in instrumentalen Kleinstbesetzungen, sowie in solistischer Form. Außerdem sind Online-Formate in Vorbereitung.

Wie oben geschrieben: Nicht alles fällt aus. Aber die Spielräume sind zur Zeit begrenzt.

 

 

Schwerpunkt Joh. Seb. Bach: “Auferstanden” – Ostergottesdienst in der Apostelkirche

Der Ostergottesdienst mit der Hauptmusik am 12. April 2020 um 9:30 h. hätte unter normalen Umständen in der Kreuzkirche stattgefunden.

In diesem Jahr bieten wir ihn als Life-Mitschnitt vom 11. April aus der Apostelkirche. Schwerpunkt: Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in Es-Dur für Orgel, BWV 552.

Liturgie und Predigt hält Pfarrer Gerd Veit, an der Orgel Thomas Jung.

Ihnen und Euch allen:

Frohe Ostern und Gesundheit!

🙂

Auferstanden – Konzertanter OSTER-Orgel-Gottesdienst am 12. April

Zum Ostersonntag ein Gottesdienst mit großer Orgelmusik zum Osterfest.
Aufgrund von Corona wird der Gottesdienst am
12. April 2020 um 9:30 h.
aus der Apostelkirche als Stream übertragen.
 
Sie können ihn auf dieser Seite verfolgen oder später abrufen.
 
Die Hauptmusik:
 

BWV 552 im Erstdruck. Quelle: Wikipedia

Johann Sebastian Bach (1685-1750):
Bach hatte das Werk 1739 innerhalb des von ihm so genannten “3. Teils der Klavierübung” in Druck gegeben.
 
Die beiden groß angelegten, ausladenden, fünfstimmigen Musiken (die Fuge ist einzige Tripelfuge im Bach’schen Orgel-Oeuvre) werden die Liturgie einrahmen und bilden, inhaltlich wie zeitlich, einen Schwerpunkt des Gottesdienstes.
 
 
Das  Choralvorspiel zu “Christ ist erstanden” ist ebenfalls von Joh. Seb. Bach (aus BWV 627).
Des Weiteren erklingen traditionelle Osterchoräle aus dem Evangelischen Gesangbuch zum Mitsingen.
 
Liturgie und Predigt wird Pfarrer Gerd Veit halten.
An der Orgel: Thomas Jung

Der neue Podcast: Wie krieg’ ich den? Oder: Was ist RSS?

Seit heute Nacht ist die Pilotfolge des Podcast-Formats “eingestimmt” Online. Über diese Gemeindehomepage ist sie erreichbar. Allerdings ist es auf Dauer recht unbequem, jedes Mal die Gemeindehomepage aufzurufen, um einen 3-Minuten-Tagesimpuls zu hören.

Für eine Gemeindewebsite ungewöhnlich, aber ich möchte deshalb kurz einen komfortablen Weg teilen, wie man automatisiert und sehr einfach die werktäglich erscheinenden Episoden erhalten kann, wenn man das möchte.

Das Ganze nennt sich “RSS”. Dieses Kürzel steht für “Rich Site Summary”. Die Technik stellt einen Kanal zur Verfügung, über den Informationsblöcke zu einer gewünschten Website geladen werden. Interessierte finden Details in der Wikipedia; hier reicht der Hinweis, dass der Podcast “eingestimmt” mit einem solchen Kanal ausgestattet ist.

Ein RSS-Kanal wird über eine Internetadresse angesprochen. In unserem Fall heißt die:

https://urpljr.podcaster.de/eingestimmt.rss

(RSS-Adresse des “eingestimmt”-Podcasts)

Soweit, so gut. Und nun?

Für Windows und MS-Office:

Diejenigen unter Ihnen, die Microsofts Office-Paket unter Windows nutzen, haben wahrscheinlich MS-Outlook installiert. Damit haben Sie zugleich einen RSS-Reader in ihren heimischen Bordmitteln. Diese Funktion ist genauso komfortabel wie sie, leider, allgemein auch unbekannt ist.

Darum habe ich ein kurzes Tutorial-Video gemacht: In knapp drei Minuten zeige ich dort, wie Sie Ihrem Outlook erklären, dass es den Podcast “eingestimmt” automatisch abfragt. Sie bekommen die Links zu den Episoden dann quasi mit ihrer Mail auf Ihren heimischen Rechner.

Wie erreiche ich den “eingestimmt”-Podcast über MS-Outlook? Eine Mini-Anleitung in 3 Minuten. (Für die aktuelle Office-Version.)

Für Apples Mac-OS und iOS:

Wie im Video erwähnt: Die Mac-Version von Outlook unterstützt RSS nicht. Im Moment zumindest nicht (II/2020), vielleicht ändert sich das gelegentlich. Es gibt aber eine Reihe von alternativen RSS-Readern.

NetNewsWire, von Brent Simmons

Eine sehr schöne Software (finde ich…) für die Apple-Plattform hat Brent Simmons geschrieben. Der schnelle, schlanke und einfach zu bedienende RSS-Reader heißt “NetNewsWire” und ist kostenfrei hier erhältlich. Die aktuelle Version ist 5.0.3.

Wer mag, kann Brent einen freiwilligen Obulus überweisen. Aber wie gesagt: Er stellt das Programm umsonst zur Verfügung. Die Software ist stabil, flott, ich benutze sie selbst, kann sie nur weiter empfehlen.

Noch einmal: Hier sind Windows-Nutzer “außen vor”. NetNewsWire läuft nur auf den Apple-Systemen.