Kantorei

Aktuell

Wir sind im Jahr 2020, und Corona bestimmt leider die Chorarbeit in viel zu maßgeblichen Teilen.

Nach dem ersten Lock-Down ab März hatten wir bereits im Mai wieder getroffen und – prinzipiell – gesungen. Reguläre Proben waren es nicht, eher Offene Singformate im Freien. Nach der Sommerpause haben wir uns eine Umgebung geschaffen, in der normale Proben fast wieder möglich waren. Jede/r Sänger/In ist mit eigenem Notenpult und einer Pultbeleuchtung ausgestattet, so dass wir in Kirche und Saal mit größeren Abständen als gewohnt immerhin wieder sinnvoll arbeiten konnten und begonnen haben, eine Bachkantate und eine Gregorianische Weihnachtsmesse einzuüben.

Nun geht der Oktober zu Ende – und die allgemeinen Infektionszahlen hoch. Da ich davon ausgehen muss, dass die Medienberichte grundsätzlich richtig sind, muss ich, müssen wir… von einer gestiegenen Infektionsgefahr ausgehen. Das Heizverbot tut ein Übriges. Seit dem 27. Oktober fallen Chorproben im eigentlichen Sinn aus.

Was tun wir?

Da ich merke, wie sehr mir Gedenke an einen weiteren, möglicherweise sich wieder über Wochen hinziehenden Chor-Lock-Down widerstrebt, probieren wir Alternativprogramme aus.

Für den Seniorensingkreis haben wir singfreie Möglichkeiten gefunden, die weitere Treffen bislang, zur Freude aller, ermöglichen. Statt mit Singen füllen wir die Zeit mit Referaten, Lesungen, Sprechen über Musik und Musikgeschichte. Gerade im höheren Alter steht der Gefahr einer Corona-Infektion das Bedürfnis sozialer Kontakte gegenüber. Mit Einzeltischen, in großen Abständen im Saal verteilt und der Umsetzung der Coronaschutzverordnung sind bislang Begegnungen möglich.

Für die Kantorei denke ich über ähnliche Angebote nach. Das gilt, solange kein staatlicher Komplett-Lock-Down angeordnet wird.

Singen für alle: Herzliche Einladung in der Einschränkung

Singen in engen Sinn findet seit einigen Wochen in der Kreuzkirche lediglich in der Form statt, dass zwei bis drei Menschen die Choralstrophen der Sonntagsgottesdienste singen.

Proben gibt es keine! Gesungen werden nur die bekanntesten Kernlieder der Gemeindegottedienste, einstimmig, mit Orgelbegleitung. Falls unbekanntere Choräle gewählt wurden, übernimmt diese die Orgel alleine.

Etwa 20 Minuten vor dem Gottesdienst besprechen wir kurz die anstehenden Lieder. Danach erhält jede/r Sänger/In hinter und neben dem Altar, weit entfernt von der Gemeinde, ein eigenes Pult. Zwischen den Singenden ist ein Abstand von drei bis vier Metern gewährleistet, nach vorne hin, bis zu den ersten Gottesdienstbesucher/Innen fünf Meter oder mehr.

Die Singenden haben demnach die “corona-sichersten” Plätze in der Kirche. 😉 Damit das so bleibt, dürfen leider nur höchstens drei Menschen singen. Aber mit einem Pool von Sänger/Innen können wir die Gottesdienste im Rotationssystem mit Gesang ausstatten. Wer Lust hat, mitzutun, möge sich sehr gerne melden: Alle Gemeindemitglieder und Gottesdienstbesucher/Innen sind herzlich eingeladen, gelegentlich und im Wechsel die Gottesdienste mit Gesang aufzuwerten.

Mehr ist in diesen Zeiten nicht möglich. Vermutlich müssen wir noch bis tief in’s kommende Jahr mit den Einschränkungen leben. Mit den Pfarrern und dem Presbyterium loten wir regelmäßig aus, was kirchenmusikalisch möglich ist. Aber Gesundheit und Sicherheit aller sind in der Tat nicht diskutabel. Eine Option zu erhöhter Vorsicht sehe ich für die nächsten Monate nicht.

Thomas Jung, Leitung und Kantor

 

Archiv

Am 13. und 14. Januar diesen Jahres war die Kantorei auf Probenwochenende in Nümbrecht. Wir haben mit dem neuen Programm begonnen: Motetten und Liedsätze, Schwerpunkt Passion. Das durchweg unbekannte und für uns alle neue Repertoire reicht von kleineren Chorliedern bis hin zu einer gewichtigeren Motette Arnold Mendelssohns.

Außerdem machen wir einen kleinen Ausflug zu Merwyn Warren’s cooler Beethoven-Bearbeitung “Joyful, joyful”. Besser als unter Titel und Arrangeur ist das Stück sicher aus dem Film “Sister Act” mit Whoopie Goldberg. 🙂

Bachkantate und Bernstein

In Zusammenarbeit mit der Brühler Gemeinde und ihrer Kantorin Marion Köhler erarbeiten wir in der Kantorei zur Zeit die „Chichester-Psalms“ des amerikanischen Komponisten, Dirigenten und Pianisten Leonard Bernstein (1918-1990). Außerdem steht Johann Sebastian Bachs Doppelmotette „Komm, Jesu, komm“ für zwei vierstimmige Chöre auf dem Programm.

Eine erste Wesselinger Aufführung beider Werke wird stattfinden im Gottesdienst am 2. Juli um 9:30 Uhr. Wir musizieren die “Chichester-Psalms” in der Kammermusikfassung für Orgel, Harfe und Orgel.

Eine zweite Aufführung beider Werke wird dann im Herbst sein (7.10. in Wesseling, 8.10. in Brühl), an diesen Tagen aber erweitert um Bachs Reformationskantate BWV 79 „Gott, der Herr, ist Sonn und Schild“ sowie die Uraufführung „Wasser des Krebses, zerbrechend an der Schwelle des Ewigen“ über Texte und Textfragmente von Otfried Isselmann von Thomas Jung für Chor, Soli und Kammermusikensemble.

 

Motetten: Bach und Schütz

Johann Sebastian Bach (1685-1750): “Lobet den Herrn, alle Heiden”, Motette für vierstimmigen Chor. Zwei Aufführungen im Rahmen der Jubiläumswoche (50 Jahre Apostelkirche):

Heinrich Schütz (1585-1672): “Cantate Dominum”, Motette für vierstimmigen Chor aus den “Cantiones Sacrae”. Aufführungen ebenfalls in der Jubiläumswoche im Juni:

08. Juno, 19:00 Uhr (erweiterte Mittwochsmusik, diesmal in der Apostelkirche!)

12. Juno, 10:00 Uhr (Abschlussgottesdienst der Festwoche)

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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Messe in c-moll, KV 427

Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit der Kantorei der ev. Erlösergemeinde Köln-Rodenkirchen unter Leitung von Kreiskantorin Barbara Mulack sowie der Musikschule in Bornheim, deren Lehrer/Innen und Schüler/Innen das Orchester stellen. Die beiden Aufführungen werden sein am

Samstag, den 21. November 2015 um 17:00 Uhr in der Erlöserkirche, Rodenkirchen, sowie am

Sonntag, den 22. November 2015 um 17:00 Uhr in der Kreuzkirche, Wesseling.